Über diesen Blog



Dieser Blog richtet sich an alle an Lokalpolitik Interessierten.

Fokus dieses Blogs liegt auf der anstehenden Stadratswahl in Starnberg am 19. April 2015. Besonders die Themen Tunnel und Umfahrung sollen genauer beleuchtet werden.

Die beiden Autoren sind Robert und Stephanie Schlaeger.

Wir bemühen um uns größtmögliche Neutralität, wollen aber nicht verschweigen, dass wir enge Beziehungen zu Mitgliedern der UWG haben. Unsere eigene Meinung und Empfindung werden wir ebenfalls an dieser Stelle kundtun.

Kommentare sind immer erwünscht und unterhalb jedes Beitrags möglich, auch Anonym und ohne Anmeldung, wenn so gewollt.

Anregungen oder Kommentare können auch an mich direkt per Email geschickt werden. Unter RobertSchlaeger (at) gmail.com.



Sonntag, 29. März 2015

Ein Eintrag zu den Kritikpunkten zum Tunnel



Nach den kritischen Worten zur Wählergemeinschaft pro Umfahrung und der Umfahrungsalternativen, möchte ich natürlich auch kritisch den Bau des Tunnels hinterfragen und die damit verbunden Befürworter eingehend beleuchten. Zu einigen der gestellten Fragen habe ich bereits Antworten erhalten und bin nach eingehender Recherche auch von selbst auf einige gestoßen. Diese möchte ich im Folgenden präsentieren.


Bei unseren Fragen an die Parteien und Wählergemeinschaften kam schon oft zur Sprache, dass der Tunnel mitten in unser Starnberger Grundwasser gebaut wird und die Fischzucht ganz zum Erliegen kommen könnte. Der Planfeststellungsbeschluss „B2 München-Weilheim vom 22.02.2007“ 2.1.4.1 S.37 ff.  sieht hier keine Bedenken und weist ausdrücklich darauf hin, dass der Grundwasserfluss zu berücksichtigen ist und auf keinen Fall belastet werden soll.  

Ebenfalls steht der Punkt zur Diskussion, dass der Mensch, als schützenswertes Gut, in den Planungen nicht berücksichtigt wurde. Im Urteil des Bayerischen Verwaltsgerichtshofs vom 09.Juli 2008 wird jenes Schutzgut erwähnt und ist im Tunnelprojekt somit berücksichtigt.

Als Dritten Punkt wird das Entlüftungsrohr, das am Schlosspark platziert werden soll, angesprochen. Dabei besteht die Befürchtung, dass das Entlüftungsrohr eher schadet als nützt. Dieser Punkt wird ebenfalls im Planfeststellungsbeschluss „B2 München-Weilheim vom 22.02.2007“ erwähnt. Es wird darauf hingewiesen, dass die prognostizierten Abgasbelastungen in Bodennähe, also dort wo die Bürger am meisten davon betroffen wären, kaum messbar wären im Vergleich zur bereits bestehenden Belastung. 

Auch wird eine überhöhte Schadstoffbelastung in den Tunnelein-und Ausfahrten befürchtet. Auch hierzu finden sich Informationen im Planfeststellungsbeschluss unter dem Punkt 3.3.5.2 S.65 ff. Die Abgasbelastung an den Tunnelzugängen soll insgesamt niedriger sein, als sie derzeit auf der vergleichbaren Strecke ist. Einzig in den Bereichen vor den Zugängen soll die Belastung erhöht sein, was sie im Moment jedoch auch ist.

Es gibt noch einige weitere kritische Fragen zum Tunnel. Beispielhaft sind, unter anderem, Fragen zu den Notausgängen und dem Brandschutz aufgekommen. Zu diesen Themen müssen wir noch mehr Informationen einholen. Wir werden die Ergebnisse zeitnah an dieser Stelle anbringen und präsentieren.

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